IFA Kombinat IG
entdecken sie Wartburg und Co und einen Kerzenstecker voll Verkehrspoesie!

Poesie 2019

April

Frühling mit Tempo


Der letzte Schnee taut oben in den Bergen,

die Blüten treiben und das Bunt kehrt behutsam zurück,

Welch ein Zauber, Natur und mit tausend Gebärden

tanzt das Leben zur frühlingsdurchtränkten Musik.


Ja, er ist es und ja, es wäre unglaublich toll,

wäre nicht immer einhergehend meine Nase so voll.



März

Im Tunnel


Irgendwann fuhr man wohl ganz unbedarft dort hinein,

vermutlich, weil das Schild davor es einem so wies,

erst ganz behutsam, die Blicke wach, die Schritte klein.

Wer weiß, vielleicht folgt ja bald ein Paradies?


Man fährt und fährt, tauscht gelegentlich Spuren,

wird überholt oder zieht selbst gleichwohl an wem vorbei.

Die Kilometer zählen unermüdlich hoch, genau wie Uhren.

rechts eine Wand, links eine Wand, Blicksklaverei.


Licht folgt auf Licht, stoisch in der Ferne festgestarrt,

der Tempomat hat jedes kleine Detail längst verwischt.

Schieben und geschoben werden, ein Stillstand, nur bei voller Fahrt.

Der Weg das Ziel? Ein letztes winziges Flämmchen erlischt.


Irgendwann fuhr man wohl ganz unbedarft hier herein,

vermutlich, weil das Schild davor es einem so wies,

Damit es nicht wehtut, redet man alles schön klein

und wer weiß, vielleicht gibt es ja gar kein Paradies…


Februar
König Phlegmagon, der Erste


Er ist so faul, scheut jeden Gang,

die andern müssen schnaufen,

wenn er was will, pfeift er sie ran

und triezt ein jeden Untertan,

sogar den Kaffee lässt er laufen.



Januar

HobbySkiProfiBallade


Jedes Jahr zu Winterzeiten

pilgert er ins Skiresort.

Zwei Bretter in den weißen Weiten

gleiten all der Last hinfort.


Es ist sein Mantra, seine Quelle

neuer Kräfte kurz gesagt,

sein Tag ist wie ein Berggefälle; 

es geht bergauf, geht es bergab.


Nun schneite es erbarmungslos

und Ordner sperrten viele Hänge,

Hinweistafeln waren groß,

sein Ego schlug sie noch um Länge.


Puls ging hoch, der Hang hinunter,

nach ihm die Lawine ab,

es ging nicht gut, denn er ging unter,

schönes großes weißes Grab.


Sein Riesenego war bedrückt,

es blieb am Ende ganz vergraben,

zu klein, um wenigstens ein Stück

aus dem Schnee hinauszuragen.